GOKARTS mit 300Nm Drehmoment

Von 0 auf 100 km/h in unter fünf Sekunden, Höchstgeschwindigkeit über 130 km/h, Reifenquietschen, volles Drehmoment ab dem ersten Antippen des Fahrpedals. Was fehlt, sind dröhnende Motorengeräusche und Benzingeruch in der Luft. Dieses Motorsporterlebnis stellen die FIA Electric and New Energy Commission und der Deutsche Motor Sport Bund e.V. (DMSB) am 21. Mai 2016 in Berlin vor. Im Rahmen der FIA Formula E präsentieren sie das "E-Kart", die Studie eines ausschließlich mit elektrischer Energie angetriebenen Sportrennkarts.

Von 0 auf 100 km/h in unter fünf Sekunden, Höchstgeschwindigkeit über 130 km/h, Reifenquietschen, volles Drehmoment ab dem ersten Antippen des Fahrpedals. Was fehlt, sind dröhnende Motorengeräusche und Benzingeruch in der Luft. Dieses Motorsporterlebnis stellen die FIA Electric and New Energy Commission und der Deutsche Motor Sport Bund e.V. (DMSB) am 21. Mai 2016 in Berlin vor. Im Rahmen der FIA Formula E präsentieren sie das "E-Kart", die Studie eines ausschließlich mit elektrischer Energie angetriebenen Sportrennkarts.

Der Kartsport gilt als Einstiegsserie in den professionellen Motorsport. Antriebsquelle heutiger Sportrennkarts ist überwiegend ein Verbrennungsmotor. Die komplette Neuentwicklung eines elektrischen Antriebs für den Profi-Kartsport begann bei FIA, DMSB, Mach1 Kart und Bosch sinngemäß auf einem weißen Blatt Papier. Die Idee: rein elektrisch betriebener Motorsport, der keinen Kompromiss bei Leistung und Performance eingeht. Die Lösung fanden die Motorsportentwickler von Bosch im neuen Boost Recuperation System (BRS), dessen erste Generation das Unternehmen ab 2017 in Serie bringt. Das BRS unterstützt den Verbrennungsmotor von Fahrzeugen in der Kompaktklasse mit seinen elektrischen Komponenten. Damit liefert es bis zu zehn Kilowatt zusätzliche Leistung und spart auf der Straße bis zu 15 Prozent Kraftstoff und CO2. Zudem unterstützt es den Verbrennungsmotor beim Beschleunigen mit zusätzlichen 150 Newtonmetern Drehmoment.

"Wir haben dieses System für den Kartsport modifiziert und elektrifizieren damit den Prototyp des E-Karts", sagt Dr. Klaus Böttcher, Leiter von Bosch Motorsport. "Die Kombination aus automobiler Großserientechnik von Bosch mit speziell entwickelten Komponenten und einer Software zur Steuerung des Antriebs kommt bei uns als Komplettsystem aus einer Hand." Basis des neuen Antriebs sind zwei Starter-Generatoren mit zusammen 20 kW Leistung, die für sportliche 300 Nm Drehmoment an der Hinterachse sorgen. Als Energiespeicher dient eine 48-Volt-Lithium-Batterie. Zudem können die Starter-Generatoren Energie durch Rekuperation zurückgewinnen und diese zum Beschleunigen nutzen.

Schaltzentrale des Antriebs ist ein eigens entwickeltes Steuergerät, das die Energieströme im Gokart steuert. Komplettiert wird das Gesamtsystem mit Sensoren und einem Kabelbaum. Der neue elektrische Antrieb macht das Chassis des Mach1-Karts zum sauberen, flinken und agilen Rennsportflitzer. "Bereits bei der ersten Fahrt des Elektro-Karts benötigte es weniger als fünf Sekunden von 0 auf 100 und fuhr über 130 Km/h Spitze. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir weiter testen, um zu sehen, was mit dem neuen E-Kart noch alles möglich ist", erklärt Boettcher.

Mehr Informationen bei BOSH Engineering

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